Prostatakrebs

Prostatakrebs ist der häufigste Krebs des Mannes. Aktuelle Statistiken zeigen, dass etwa bei jedem siebten Mann im Laufe des Lebens die Diagnose Prostatakrebs gestellt wird. Wenig aggressive Formen, die teilweise keiner Therapie bedürfen und lediglich beobachtet werden können, müssen von aggressiven Formen unterschieden werden, welche eine entsprechende Behandlung benötigen.

Wir besprechen mit Ihnen alle Therapieoptionen und bieten eine Behandlung unter Berücksichtigung der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage, internationalen Leitlinienempfehlungen und Ihrer individuellen Wünsche.

 

Wie kann Prostatakrebs festgestellt werden?

Der Verdacht, dass Prostatakrebs vorliegen könnte, wird in den meisten Fällen durch die Erhöhung eines Blutwertes, des sogenannten PSA (prostataspezifisches Antigen) geäußert. Ebenfalls verdächtig kann eine Verhärtung der Prostata im Rahmen der rektalen Tastuntersuchung durch den Arzt sein. Zur weiteren Abklärung werden dann weitere Untersuchungen durchgeführt, u.a. ein transrektaler Ultraschall und ggf. weiterführende bildgebende Untersuchungen (z.B. multiparametrisches MRT). Zur weiteren Abklärung erfolgt einer Probeentnahme aus der Prostata (Prostatabiopsie).

 

Welche Therapie ist erforderlich?

Die Form der Behandlung hängt von der Ausbreitung und der Aggressivität des Tumors und von den Nebenerkrankungen des Patienten ab. Grundsätzlich ist ein auf die Prostata begrenzter Tumor zu unterscheiden von einem Tumor, der bereits zu Absiedlungen in anderen Organen (Metastasen) geführt hat. Ein auf die Prostata begrenzter Krebs kann sehr oft mit einer operativen Therapie oder einer Strahlentherapie geheilt werden. Liegen bereits Metastasen vor, ist dagegen eine Therapie mit Medikamenten notwendig (Hormontherapie, Chemotherapie, Medikamente im Rahmen von Studien). In Einzelfällen kann zusätzlich eine Operation notwendig werden.

Bereits vor einer operativen Therapie wird Patienten mit Prostatakrebs außerdem empfohlen, mit einer Bewegungstherapie und Physiotherapie zur Stärkung des Beckenbodens zu beginnen. Hierdurch lassen sich die Ergebnisse nach der Prostata-Operation insbesondere hinsichtlich einer möglichen Harninkontinenz verbessern und die Regeneration beschleunigen. Hier arbeiten wir mit unseren sportwissenschaftlichen Experten und Physiotherapeuten von Body Tunes in Freising zusammen.

 

Welche Behandlungen für Prostatakrebs bieten wir an?

Wir bietet ein breites Spektrum an Therapien für Prostatakrebs an. Beim lokal begrenzten Prostatakrebs beinhaltet dies u.a. die Aktive Überwachung (sog. Active Surveillance). Der Krebs ist wenig aggressiv und wird mittels Blutwertbestimmung (PSA-Wert), Bildgebung (MRT der Prostata) und Biopsie regelmäßig kontrolliert. Eine operative Therapie (radikale Prostatektomie) wird hierdurch entweder komplett vermieden oder zeitlich verzögert durchgeführt. In vielen Fällen wird die operative Therapie empfohlen. Die mit uns kooperierenden Kliniken bieten unterschiedliche Methoden an (offene retropubische Prostatektomie, robotisch-assistierte laparaskopische Prostatektomie mit dem DaVinci-System). Daneben gibt es sog. fokale Therapien, die in Einzelfällen und unter Studienbedingungen durchgeführt werden können. Vor einer Therapieentscheidung beraten wir Sie ausführlich hinsichtlich aller in Ihrem Fall geeigneten Therapieoptionen.

Ist der Tumor bereits weiter fortgeschritten, so ist eine Therapie mit Medikamenten zum Hormonentzug und zur Beeinflussung des Knochenstoffwechsels sowie gegebenenfalls eine Chemotherapie erforderlich.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Prostatakrebs? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.